Einleitung
Schreiben von Bob Keegan
Die für Sicherheit zuständigen Sicherheitskräfte
Notfallplanung
Gesundheitsbewusstsein
Ergonomie
Ständige Verbesserung
EHS Erklärung zu den EHS-Grundsätzen
Goodyear und die Umwelt
Das Beste von Goodyear
Druckbroschüre
 

Auch wenn Goodyear 2004 bei der Sicherheit in der Reifen- und Gummiindustrie die Führungsposition einnahm, erkannte die Unternehmensleitung, dass zum Erreichen einer Weltklasseleistung eine Änderung der Unternehmenskultur erforderlich sein würde und eine solche Änderung an der Spitze des Unternehmens beginnen muss.

Durch die Billigung der vier Bestandteile der Goodyear-Initiative „Niemand kommt zu Schaden“: Leitung, Verhalten, Ergonomie und Vorbeugende Maßnahmen/Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften schuf die Unternehmensleitung 2005 die Plattform für bedeutende Durchbrüche bei der Sicherheitsleistung, die bis Ende 2007 zu einer Verringerung der OSHA-Gesamtunfallquote auf unter 1,0 führen würden. Wenn wir dieses Ziel erreichen, wird Goodyear in punkto Sicherheitsleistung zu den besten Unternehmen der Welt gehören.

Der Besuch von Standorten wurde zu einem zentralen Bestandteil der Strategie zur Verringerung der Zahl von Verletzungen. Die Geschäftsleitung von Goodyear besuchte Niederlassungen, die im Jahr 2004 zu den Betrieben mit der höchsten Zahl von Arbeitsunfällen gehörten, und lenkte so die Aufmerksamkeit auf die Unfallzahlen einer bestimmten Niederlassung. Die Besuche trugen dazu bei, die Aufmerksamkeit und Mittel darauf zu konzentrieren, wie man die Zahl der Arbeitsunfälle, die in Niederlassungen rund um den Globus passieren, reduzieren kann. Bis zum Ende des Jahres hatte das Führungsteam weltweit zehn Niederlassungen besucht.

Im März 2005 erklärte Goodyear den ersten Mittwoch jeden Monats zum Weltweiten Sicherheitstag (Global Safety Day). In den nordamerikanischen Reifenfabriken waren persönliche Gespräche ein Hauptmittel, um den Wert von Sicherheit zu vermitteln. Das lokale Management und die für Sicherheit zuständigen Führungskräfte kamen beim Schichtwechsel mit den Mitarbeitern zusammen und erinnerten sie daran, sicher zu arbeiten. Niederlassungen in Europa, Lateinamerika und Asien führten Verfahren ein, die nicht nur Mitarbeiter, sondern auch Verkäufer und Besucher einbezogen. Alle Produktionswerke, Service-Niederlassungen und Lagerhäuser erhöhten ihre Aufmerksamkeit, um Bedingungen zu erkennen, die ein Verletzungsrisiko beinhalteten, und sofort nach einer Lösung zu suchen.

Durch den Erfolg bestärkt, führte das Unternehmen eine Weltweite Sicherheitswoche (Global Safety Week) und einen Weltweiten Sicherheitsmonat (Global Safety Month) ein. Bis zum Ende des Jahres ergab die Leistung von Goodyear an zehn Weltweiten Sicherheitstagen, zwei Weltweiten Sicherheitswochen und einem Weltweiten Sicherheitsmonat Verbesserungen beim Tagesdurchschnitt der OSHA-Arbeitsunfälle um mehr als 40 Prozent.

In enger Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft United Steelworkers, die die gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer von Goodyear in den USA vertritt, veranstalteten Goodyear und USW ihren ersten ganztägigen Sicherheitsgipfel und bildeten einen Lenkungsausschuss, um gemeinsam Lösungen für Sicherheitsprobleme zu entwickeln.

Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit umfassen das Erstellen von Schulungs- und Qualifikationsprogrammen, die Verbesserung der Arbeitsgeräte, die Anpassung der Maschinen an die gesetzlichen Vorschriften und das Tätigwerden des Sicherheitsausschusses des Werkes, der die Mitarbeiter dazu bewegt, bei ihrer Arbeit kein Risiko einzugehen. Mitglieder des Business-Teams, Wartungstechniker und Maschinenbediener kontrollieren regelmäßig die Arbeitsgeräte, um ihren Zustand zu überprüfen, entwickeln detaillierte Pläne für Verbesserungen, stellen sicher, dass Arbeitsmethoden richtig verstanden werden, und fordern ein arbeitsplatzspezifisches Training in den Goodyear-Produktionswerken rund um den Globus. Untersuchungen nach Arbeitsunfällen, gründliche Sicherheitsprüfungen und umfassende Durchführung von Korrekturmaßnahmen verhindern dass sich die Arbeitsunfälle wiederholen. In allen Betrieben rund um den Globus sind die lokalen Führungskräfte dafür verantwortlich, Sicherheitsziele in die Jahresplanung einzubeziehen und unsichere Arbeitsbedingungen und -vorgänge sofort zu ändern. Probleme in Bezug auf die Einhaltung der Vorschriften werden innerhalb von 72 Stunden angegangen.

Die Goodyear-Reifenfabrik in Americana, Brasilien, erreichte mit 51 unfallfreien Tagen einen Sicherheitsrekord, während Mitarbeiter in Peru die Sicherheitsprüfung bestanden. Mitarbeiter, die alle Fragen richtig beantworteten, konnten sicherheitsbezogene Preise wie Feuerlöscher, Autowarnleuchten und Erste-Hilfe-Kästen gewinnen.

Wingfoot Commercial Systems hat ein Analyseprogramm zur Arbeitsplatzsicherheit entwickelt, das es bei seinem Training und seinen täglichen Abläufen einsetzt. Bevor ein neu eingestellter Mitarbeiter mit irgendwelchen Aufgaben betraut wird, muss er ein spezielles Sicherheitstraining absolvieren. Außerdem wird dem neuen Mitarbeiter ein erfahrener Sicherheitsbetreuer zur Seite gestellt, der ihn bei seiner Arbeit solange begleitet, bis dieser seine Fertigkeiten am Arbeitsplatz unter Beweis gestellt hat. Durch die Herangehensweise von Wingfoot an das Thema Sicherheit konnte die OSHA-Unfallquote um knapp vier Prozentpunkte gesenkt werden.

In seinem Geschäftsbereich Einzelhandel in den USA hat Goodyear ein 1-800-„Wie ist mein Fahrstil?“-Programm für alle Firmenfahrzeuge entwickelt und umgesetzt. Allen Meldungen unter der Nummer 800 wird nachgegangen. Als Ergebnis verzeichnete Goodyear einen Rückgang der fahrerbezogenen Unfälle um 31 Prozent. Der Geschäftsbereich Einzelhandel begann im Rahmen regelmäßiger monatlicher Kontrollen der Arbeitsbedingungen bei firmeneigenen Verkaufsstellen damit, risikoreiche Verhaltensweisen zu überprüfen.

Dank dem Engagement von Goodyear zur Erhöhung seiner weltweiten Sicherheitsleistung konnte gegenüber dem Vorjahr eine Verbesserung um 21 Prozent verzeichnet werden.